13299 | Bild bestellen
Indian Summer in Vermont: Indianer erklärten die Farbenpracht der Herbstwälder mit der Legende vom Blut des Großen Bären, den sie vor Anfang des Winters zur Strecke gebracht hatten. In der zweiten Septemberhälfte hat der Farbenrausch seinen Höhepunkt im Norden Neuenglands in Maine, New Hampshire und Vermont. Im Oktober ist der Indian Summer in Massachusetts, Connecticut und Rhode Island auf dem Höhepunkt.
Indian Summer in Vermont: Indianer erklärten die Farbenpracht der Herbstwälder mit der Legende vom Blut des Großen Bären, den sie vor Anfang des Winters zur Strecke gebracht hatten. In der zweiten Septemberhälfte hat der Farbenrausch seinen Höhepunkt im Norden Neuenglands in Maine, New Hampshire und Vermont. Im Oktober ist der Indian Summer in Massachusetts, Connecticut und Rhode Island auf dem Höhepunkt.
| Der Ball ist nicht rund. Die Jungs vom College spielen Baseball auf dem Recreation Field in Vermonts Hauptstadt Montpelier. Das ovale Rund surrt durch die Luft, seine Fänger schlittern über den regennassen Rasen. Die Wolken hängen tief an diesem Herbsttag. Die kleinste Hauptstadt der amerikanischen Bundesstaaten und seine 8200 Einwohner haben sich noch mehr eingekuschelt. Umgeben von Laubwäldern und eingebettet in gehügelte Landschaften ist Montpellier das erste Dorf des bäuerlichen Green-Mountain-State Vermont. Die Goldkuppel des Regionalparlaments strahlt selbst bei Regentagen in die Landschaft hinein. Unter dem Kapitolsdach wird ein Zwergstaat regiert, in dem die Farbe Grün nicht nur auf den Kuhweiden bestimmend ist. Werbetafeln sind an Vermonts Straßen verboten, ein Flaschenpfand gibt es schon länger und die Universitätsstadt Burlington nahe Kanadas Grenze zählt neben dem weitentfernten Seattle zu den Zukunfts-Städten: Überschaubare Größe, niedrige Kriminalitätsrate, höhere ökologische Lebensqualität und eine starke wirtschaftliche Orientierung auf die Informationstechnik. Auch historisch ist Vermont eigen. Das Land erklärte dem Regime Adolf Hitlers 1941 zwei Monate vor dem Kriegseintritt der USA offiziell den Krieg. Vermont ist einfach schön und friedlich dazu. Die Laubwälder haben sich im Oktober verwandelt. Ahorne, Buchen, Eiben oder Eichen haben ihr sommerliches Grün eingefärbt in gelbe, braune und rote Blätter. Feuerrote Blätter sind dabei die Spezialität Neuenglands. Wie Verkehrsampeln leuchten die Farben des Herbstes in der Landschaft. Bevor die Blätter von den Bäumen fallen, werden sie in einem Feuerwerk der Farben verabschiedet. Die "Fall Foliage" ist im amerikanischen Herbst ein Gesellschaftsereignis. Im Fernsehen berichtet die Leaf Lady als Blätterdame von den buntesten Gegenden. An den Wochenenden fahren die Menschen den farbigen Höhepunkten entgegen. Sehr zur Freude der Motelbetreiber. Wer freitags oder samstags am Nachmittag kein Motelzimmer hat, kann bis in die Dunkelheit hinein suchen oder ein teureres Hotel ansteuern. Von den nördlichen Weiten Kanadas rollt im Oktober eine feurige Farbenwalze in den Süden und im grünen Vermont und dem Nachbarstaat New Hampshire brennen die Farben der Wälder besonders heftig. Die naturwissenschaftliche Erklärung hierfür ernüchtert freilich. Die Temperaturschwankungen zwischen kalten Nächten um die Frostgrenze herum und warmen Graden in der Mittagssonne sind die Voraussetzung für die feurigroten Pigmentstoffe in den Blättern. |


























































