Region Madrid
Aranjuez, Alcala de Henares, Chinchon, San Lorenzo de El Escorial



102011 | Bild bestellen

Aranjuez

AranjuezPlaza del Mercado in Alcala de Henares, dem Marktplatz, der die mittelalterliche Stadt von der im 16. Jh. entstandenen Universitätsstadt trennt. Dieser Platz trägt heute den Namen Miguel de Cervantes Saavedras, der in Alcalá geboren wurde, wo sein Vater Chirurg war. Auf der einen Seite des Platzes steht der Turm der Kirche Santa María la Mayor, in der der weltberühmte Autor von Don Quijote getauft wurde. Die Kirche wurde 1936 während des spanischen Bürgerkrieges durch einen Brand zerstört. Außer dem Turm sind noch ein Teil der Apsis und einige Seitenkapellen erhalten, die wieder aufgebaut wurden, wie die Capilla del Oidor (Kapelle des Richters), die als Grabkapelle für die Familie von Pedro Díaz de Toledo, Richter Johann II. errichtet wurde und in der sich das Taufbecken befindet, über dem Miguel de Cervantes getauft wurde.Plaza del Mercado in Alcala de HenaresPlaza del Mercado in Alcala de HenaresAlcala de Henares: die MagistralkathedraleAlcala de Henares: am Ort, an dem die heiligen Kinder Justus und Pastor Ende des 15. Jhs. das Martyrium erlitten, befahl Kardinal Cisneros eine Kirche zu bauen, die später zur Magistralkathedrale wurde. Das Gotteshaus ist spätgotisch und neben Sankt Peter in der belgischen Stadt Löwen die einzige Magistralkirche der Welt. Die Päpste verliehen diesen Titel, wenn alle Domherren Magister oder Universitätsprofessoren waren. Bemerkenswert ist der große Glockenturm mit drei Körpern, der im 17. Jh. vollendet wurde. Das Kircheninnere ist dreischiffig und von einem Kreuzgewölbe überdacht. In einer silbernen Urne aus dem 18. Jh. sind hier unter dem Hauptaltar die heiligen Kinder Justus und Pastor beigesetzt. Die Kirche besitzt noch einen Teil ihres alten und großen Vermögens, so die Urne mit den Reliquien des heiligen Diego, ein Geschenk von König Phillip II. und den Kelch Cisneros sowie eine wertvolle Gemäldesammlung.Alcala de Henares: die MagistralkathedraleAlcala de HenaresAlcala de HenaresAlcala de Henares war nicht nur Geburtsort berühmter Männer. Hier blühte die Kultur seit Kardinal Cisneros 1499 die Universität gründete, die zuerst den Namen Colegio Mayor de San Ildefonso trug. Ab diesem Zeitpunkt verwandelte sich die gesamte Stadt in kultureller und städtebaulicher Hinsicht durch die neue Complutense-Universität, die in kurzer Zeit in ganz Europa großes Prestige erlangte. Hier studierten viele der großen Persönlichkeiten des Siglo de Oro, des spanischen Goldenen Jahrhunderts, Geistliche, Schriftsteller und Dramaturgen, Ärzte und Wissenschaftler. Gleichzeitig blühte auch das Stadtzentrum auf. Es entstanden Straßen, Plätze und Klöster, in denen diese Männer wirkten und es wurden große - später weltberühmte - Meisterwerke geschaffen. 1836 verlegte Isabella II. die Complutense-Universität nach Madrid. Erst 1977 konnten hier wieder Vorlesungen gelesen werden.Alcala de Henares: UniversitätsportalAlcala de HenaresDas erzbischöfliche Palais in Alcala de HenaresDas erzbischöfliche Palais ist praktisch an die Stadtmauer angebaut. Es wurde Ende des 13. Jh. durch den Prälaten Sancho eingeweiht, war Sitz der Synoden und Konzile der Diözese Toledo und hat Könige und Päpste beherbergt. Das Gebäude weist verschiedene Stile auf, die vom toledanischen Mudéjar bis zur Renaissance reichen und ist Zeuge der verschiedenen Zeitepochen und Besitzer. Das ursprüngliche Palais des 16. Jh. hatte fünf Innenhöfe: den Patio de Columnas (Säulenhof), den Patio de Armas (Waffenhof), den Patio del Ave Maria, den Patio de la Fuente (Brunnenhof) und den Patio de Aleluya. Da das Gebäude bei einem Feuer im Jahre 1940 irreparable Schäden erlitt, wird es zurzeit restauriert. Einzig die Fassade überstand den Brand. Auf ihr ist das große Wappen des Infanten Luís Antonio de Borbón zu sehen.An den Ufern des Tajo steht die prächtige Königliche Residenz von Aranjuez.  Sie wurde 1561 im Auftrag von Phillip II. auf dem Gelände errichtet, auf dem ein

alter Palast der Meister des Jakobsordens gestanden hatte. Die Architekten Juan de Herrera und Juan de Toledo wurden mit dem Projekt beauftragt. Aber obwohl der Ort bereits von mehreren Monarchen als Sommerfrische genutzt worden war, ruhten die Arbeiten für den künftigen Palast bis weit in das 18. Jahrhundert. Der Südturm und die Kapelle wurden schon früher erbaut, aber erst nach zwei Bränden in den Jahren 1660 und 1665 wurde der Wiederaufbau des endgültigen Palastes fortgeführt. Die Geschichte des Palastbaus von Aranjuez ist eng mit den Monarchen verbunden, die auf Phillip II. - der die ursprüngliche Idee hatte, folgten und die königliche Residenz als Erholungs- und Vergnügungsstätte nutzten. Das erste Projekt der Architekten Juan de Herrera und Juan de Toledo diente mehr als zweihundert Jahre lang als Vorlage. Phillip V. beauftragte im Jahr 1717 den Architekten Pedro Caro Idrogo mit der Anlage. Die Hauptfassade wurde während der Regierungszeit von Ferdinand VI. von dem Baumeister Giacomo Bonavia errichtet. Die beiden Seitenflügel sowie die öffentliche Kapelle sind ein Werk Sabatinis und wurden während der Regierungszeit von Karl III. gebaut. Die Innenausstattung ist luxuriös und vielfältig und gibt Zeugnis vom Geschmack und den Gebräuchen der Monarchen, die das Schloss zur Entspannung und Erholung nutzen. Möbel aller Stile und Epochen, Lampen und Skulpturen, Sammlungen von Seiden, Gobelins, Kristall und Porzellan sind über die zahlreichen Säle und Gemächer verteilt. Der prächtige Palast beherbergt auch Gemälde von Lucas Jordán, Vicente López, Esquivel und anderen. Das bemerkenswerteste Objekt ist vielleicht das Werk "El Señor". Das Gemälde "Die Taufe Christi", welches das Gewölbe der Kapelle ziert, wurde von dem spanischen Künstler Bartolomé Esteban Murillo geschaffen. Bei den zahlreichen Räumen der königlichen Sommerresidenz von Aranjuez ist insbesondere der Porzellansaal hervorheben, den König Karl III. besonders liebte. Er ist das Meisterwerk der Königlichen Porzellanfabrik Buen Retiro.An den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAn den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezIn der Calle Mayor in Alcala de Henares lebte Rodrigo Cervantes, Arzt am benachbarten Hospital de Antezana, dem ältesten Krankenhaus Spaniens, das 1483 als wohltätige Einrichtung für Arme, Kranke, Durchreisende und Fremde errichtet worden war und dank barmherziger Nonnen noch immer besteht. Das Geburtshaus von Cervantes wurde 1956 restauriert, wobei der ursprüngliche Stil beibehalten wurde. Die Fassade besteht aus Bruch- und Backsteinen und hat Gitter an den Fenstern. Das zweistöckige Gebäude besitzt einen Innenhof mit acht Säulen aus Granit und Stein mit korinthischen Kapitellen, die die obere Galerie stützen. Das Mobiliar entspricht dem einer wohlhabenden Familie des 16. Jahrhunderts. Im unteren Stockwerk befinden sich die Wohnräume, so das Arbeitszimmer, die Empfangsräume sowie Küche und Nähstube. Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer mit Betten, Sesseln und Schreibtischen im kastilischen Stil, außerdem einige Gemälde und Stiche der Epoche.An den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAn den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAn den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAn den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAn den Ufern des Tajo steht die Königliche Residenz von AranjuezAranjuezAranjuezAranjuezAuf dem Weg nach ChinchonParador de ChinchonChinchonChinchonDie Plaza Mayor von Chinchon ist ein klassischer mittelalterlicher Platz in volkstümlicher Baukunst. Bereits im 15. Jh. entstanden die ersten Häuser mit Arkaden und Balkonen. Im 17. Jh. wurde der Platz dann vollständig geschlossen.

Aufgrund seiner Harmonie und Proportionen gilt der Platz als einer der schönsten der Welt. Die unregelmäßige Form und die einfache, klare und hierarchische Struktur bildet eine Plaza Mayor mit dreistöckigen Häusern, die von Galerien und 234 Holzbalkone geschmückt werden.

Hier fanden viele historische Ereignisse statt, königliche Feste, Verkündungen, Theateraufführungen, Spiele, Stierkämpfe, Hinrichtungen, sakramentale Handlungen und mehr.Plaza Mayor von ChinchonPlaza Mayor von ChinchonPlaza Mayor von ChinchonChinchonIglesia de la Piedad: Heute heißt diese Kirche Nuestra Senora de la Asuncion. Der Bau wurde 1534 im gotischen Stil nach einem Entwurf von Alonso Cobarrubias begonnen und 1626 mit Unterstützung durch die Grafschaft Chinchon und nach Plänen von Nicolas de Vergara el Mozo vollendet. Im Jahre 1808 wurde sie von französischen Truppen in Brand gesteckt und 1828 restauriert. Die heutige Kirche ist ein groß dimensionierter Bau ohne Turm aus Quaderstein. Der Stil ist eine Mischung aus Gotik, Renaissance und Barock mit plateresken Elementen. In der Mitte des Retabels des Hochaltar ist das wunderschöne Gemälde "Asuncion de la Virgen" (Himmelfahrt der hl. Jungfrau) von Francisco de Goya zu besehen.ChinchonReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del EscorialReal Monasterio de San Lorenzo del Escorial: zum Gedenken an den Sieg über die französischen Truppen bei Saint Quentin am 10. August 1557, dem Tag des hl. Laurentius errichtet, ist das Kloster El Escorial  das größte Werk Phillip II. Hier lebte und starb der umstrittene spanische Monarch, der sehr fromm und der bedeutendste Vertreter der katholischen Gegenreform war. Phillip II. wollte etwas Großartiges und bekam es auch. Er scheute keine Kosten und suchte die besten Architekten, Goldschmiede, Maler und Bildhauer Europas. Alles in El Escorial ist grandios: die monumentale Gesamtanlage des Kloster, die Größe und Schlichtheit der Fassaden und Innenhöfe, die kostbare Dekoration im Inneren, die Fresken von Lucas Jordán, Cambiasso, die Gemälde von Velázquez, Goya, Ribera, Tizian, Hieronymus Bosch, die Porträts der Monarchen, die von Carreno Miranda, Sánchez Coello und Pantoja de la Cruz angefertigt wurden, die Bibliothek mit mehr als 40.000 Bänden und die Grabstätte der Könige, wo alle spanischen Monarchen ab Karl I. auf die Auferstehung warten, außer Phillip V., Ferdinand VI. und Amadeus von Savoyen. Alles in El Escorial ist groß, majestätisch und streng. Das Bauwerk erhebt sich in 1.028 m Höhe auf einer Seite des Berges Abantos. Es wurde auf einer rechteckigen Grundfläche von ca. 33.327 m2 errichtet und zählt 16 Innenhöfe, 88 Brunnen, 13 Hauskapellen, 15 Kreuzgänge, 86 Treppen, 9 Türme, 1.200 Türen und 2.673 Fenster. Das Hauptportal liegt auf der Westfassade, die 207 m lang ist und zum Berg Abantos schaut.Flughafen Barajas bei Madrid






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