Palastherr auf Zeit
Spanische Paradores bieten eine Reise zu den Monumenten der iberischen Geschichte

von Nicolas van Ryk



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Parador in Santiago de Compostela

Parador in Santiago de CompostelaParador in Santiago de CompostelaParador in Santiago de CompostelaParador in Santiago de CompostelaKönigliches Hostal. Der Parador in Santiago de Compostela gilt heute als der berühmteste Parador Spaniens. Das Hostal de los Reyes Católicos verfügt über zwei identische Innenhöfe. Das einstige Krankenhaus aus dem Jahre 1499 ist nach den beiden Königen Isabella I. und Ferdinand II. benannt und liegt an der Praza do Obradoiro, umgeben von der Kathedrale und dem Rathaus.Parador in Baiona in GalicienParador in Baiona in GalicienOra et dormire. Wo früher gebetet wurde, wird heute herrlich geschlafen. Der Kreuzgang von San Marco. In diesem ehemaligen Konvent und Hospiz für Jakobspilger in León ist der Parador untergebracht.Blaue Stunde in León. Am frühen Abend wirkt das Kloster San Marcos in León noch majestätischer. Als generöses Dankeschön für die Santiago-Ritter, die sich maßgeblich an der Reconquista, also der christlichen Rückeroberung des maurischen Spaniens, beteiligt hatten, stifteten die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Kloster San Marcos. In der Folge diente es als ritterliches Stammhaus, als Konvent und Pilgerhospiz. Heute ist ein Fünf-Sterne-Hotel der staatlichen Paradores-Gruppe darin untergebracht.Die Pracht und die Herrlichkeit. An der Eingangsfassade des Paradors "Hostal San Marco" in León aus dem 16. Jahrhundert zeigt sich der platereske spanische Stil in seiner ganzen Schönheit. Über dem Haupteingang des heutigen Hotels ist ein Motiv, das den heiligen Jakobus als Maurentöter zeigt.Parador LeonParador LeonParador LeonParador LeonZimmer mit Aussicht auf die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada. Der Parador befindet sich gegenüber des „Hühner-Doms“. Der Legende nach soll ein Pilger zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt worden sein. Er soll sich dem unzüchtigen Begehren einer Dienstmagd widersetzt haben, die ihm einen Silberbecher ins Gepäck schmuggelte und ihn des Diebstahls bezichtigte. Darauf wurde er von den Stadtoberen zum Tode durch den Strick verurteilt. Doch nach der Exekution bemerkten die Eltern des Delinquenten, dass ihr Sohn noch lebte und teilten es dem Landrichter mit. Der, den Gaumenfreuden eines frisch gebratenen Hühnchen und einer Henne fröhnend, glaubte nicht an das Überleben des Mannes. Eher würden die Braten vom Teller fliegen, als ihr Sohn wieder lebendig sein. Und augenblicklich flogen Huhn und Henne davon. Seitdem wohnt ein Hühnerpaar in einem Käfig des Doms.Hier wohnten die Könige von Navarra. Der Parador von Santo Domingo de la Calzada in der Region Rioja wurde in einem ehemaligen Hospiz aus dem 13. Jahrhundert eingerichtet, das der heilige Dominikus zur Aufnahme der Pilger auf dem Weg nach Santiago erbaute. Dieses historische Gebäude wurde über den Resten eines Palastes der navarrischen Könige erbaut. Davon zeugen noch heute die Salons des prachtvollen Vestibüls mit gotischen Bögen und holzgetäfelter Decke.Santillana del Mar in KantabrienEingang ins Mittelalter. Der Parador in Hondarribia erhebt sich über einer Burg, die im 10. Jahrhundert vom navarrischen König Sancho Abarca errichtet wurde. Das Foyer dieses Burghotels ließ Kaiser Karl V. errichten. Geheimnisvolle Winkel, geschmiedete und verzierte Bogendekorationen hüllen den Reisenden in eine mittelalterliche Atmosphäre.Parador in Hondarribia im BaskenlandMärchen, Mythen, Mittelalter in Olite. Französische Baumeister begannen im Jahre 1406 im Auftrag Karl III. von Navarra mit dem Um- und Ausbau der ursprünglichen Burganlage zu einer Mischung aus Festung und Palast.Portal, Palast und Parador bilden in Olite eine Einheit. Ein Teil des Palacio de los Reyes de Navarra in Olite ist ein Parador. Ein anderer Teil ist die unterhalb des Palastes gelegene Kirche Santa Maria la Real aus dem 14. Jahrhundert. Diese Kirche besitzt ein schönes gotisches Portal, in dessen Zentrum die von den Aposteln umgebene Jungfrau Maria zu erkennen ist.Parador de Olite in der Region NavarraPanoramablick auf Toledo. Der Parador von Toledo befindet sich auf dem Hügel Cerro del Emperador. Nirgendwo sonst schweift der Blick so majestätisch auf die großartigen Monumente der ehemaligen Hauptstadt und auf den Mäander des Tajo, der die alte Stadt fast umfließt.Ein dunkelrot getünchter Patio führt in die Zimmer des Paradors von Cáceres. Das Hotel ist im Palast de Torreorgaz untergebracht. Dieses Gebäude stammt aus dem 14. Jahrhundert, das auf arabischen Grundmauern errichtet wurde. Das Haus befindet sich im Zentrum der Altstadt von Cáceres in der Provinz Extremadura, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.CaceresInnenhof des Paradors von ZafraWenn alle Brünnlein fließen. Im Innenhof des Paradors von Zafra vermittelt das Plätschern des Brunnens ein Gefühl von Frische und Beruhigung in der heißen Extremdura.  Diese Burganlage aus dem 15. Jahrhundert wird von Mudéjar-, Herrera- und Barockelementen geschmückt. Der Palast wurde über einer arabischen Burg errichtet.Zeugnis der arabischen Baukunst. Der Parador von Carmona ist ein arabischer Palast aus dem 14. Jahrhundert, der das Tal des Rio Carbones überragt. Das Zentrum der Anlage ist ein arabischer Innenhof mit einem Mudéjarbrunnen.Wohnen im Weltkulturerbe. In dem andalusischen Städtchen Úbeda in der Provinz Jaen kann man wie in weiteren spanischen Städten mitten im Weltkulturerbe leben und im Parador unterkommen. Das Hotel ist ein aristokratischer Renaissancepalast aus dem 16. Jahrhundert und steht an einem der schönsten Plätze Úbedas neben der Kirche El Salvador.Hier sitze ich und kann auch anders. Die schöne Müllerin hat die Ruhe weg auf einer Bank der Plaza de Vázquez Molina. Das ist der langgestreckte, prächtige Hauptplatz am Rand der Altstadt, den schöne Renaissancebauten aus dem 16. Jahrhundert umstehen.Renaissance in Stein. Die UNESCO hat am 3. Juli 2003 das südspanische Bischofsstädtchen Baeza zusammen mit dem benachbarten Städtchen Úbeda in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen. Grund waren die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Bürger- und Adelshäuser, die in beiden Städten das Bild prägen. Beim Betreten der Plaza Santa Maria fällt zunächst der in Form eines Triumphbogens erbaute Brunnen auf, der das Wappen Philipps II. trägt. Die Südseite des Platzes nimmt die gotische Kathedrale Santa Maria ein, erbaut auf den Grundmauern der einstigen Moschee und in den Jahren 1567 bis 1593 umgebaut.Letzte Bastion der Mauren. Die Alhambra im andalusischen Granada war das letzte Kalifat der Mauren auf der iberischen Halbinsel. Am 2. Januar 1492 zogen die spanischen Könige Ferdinand und Isabella in die Stadt ein. Der Patio de los Arrayanes (Patio de los Mirtos) hat seinen Namen  von dem durch Myrten eingefassten Teich. Der 37 Meter lange und 23 Meter breite Hof ist von grazilen Arkaden umgeben.Geschichten aus Tausend und einer Nacht. Unter Arkaden geschützt, ranken sich feingliedrige Spruchbänder um die Begrenzungsmauer des Myrtenhofes, die diesen Hof vom Salón de Embajadores (Saal der Botschafter) trennt. Den Botschaftern sollte in den Wandgeschichten der Ruhm der Kalifen verdeutlicht werden. Oder es waren einfach nur Suren aus dem Koran, die  das politische Geschick der Handelnden ermahnen sollte.Parador de Granada: Der Innenhof des Franziskanerkonvents in der Alhambra, das 1495 gegründet wurde und als das älteste christliche Gebäude Granadas gilt. Seit 1944 ist in diesem ehemaligen Konvent ein staatliches Parador-Hotel untergebracht.Parador de Granada in AndalusienParador de Granada in AndalusienParador de Granada in AndalusienParador de Granada in AndalusienZum Greifen nahe. Über den Paradorgarten in Nerja schweift der Blick ins Meer hinein. Nerja ist ein vielbesuchter Badeort an der Mündung des Rio Chillar und an der Küstenstraße N-340 der Costa del Sol. Es liegt auf einem steil anfallenden Gelände der Sierra de Mijara. Weitere Besichtigungspunkte an diesem Ort 45 Kilometer östlich von Malaga gelegen sind der Balcón de Europa, einer hoch über dem Meer gelegenen Aussichtsterrasse mit herrlichem Blick auf die abwechslungsreiche Küste, und die wenige Kilometer nordöstlich der Stadt gelegenen Tropfsteinhöhlen, in denen im Sommer Theater-Festspiele stattfinden.Parador del Teide auf TeneriffaKanareninsel El HieroEl HieroDer Parador von El Hierro befindet sich fast am Ende der Welt. Seit 2001 steht der nach einem Seebeben neuerrichtete Parador auf El Hierro den Gästen wieder offen.Der Strand beim Parador auf El HieroJaen in AndalusienJaen in AndalusienConvento Santo Estefo in GalicienConvento Santo Estefo in GalicienConvento Santo Estefo in GalicienConvento Santo Estefo in GalicienChinchonSan IldefonsoDer Innenhof des Paradors in Guadelupe in der ExtremaduraGuadelupe in der ExtremaduraGuadelupe in der ExtremaduraDer Eingang zum historischen Parador in der Altstadt von PlascenciaVic Sau in KatalonienVic Sau in KatalonienVic Sau in KatalonienParador de Cangas de Onis in Asturien in NordspanienParador de Cangas de Onis in Asturien in NordspanienJaen in AndalusienZafra in der ExtremaduraZafra in der ExtremaduraZafra in der ExtremaduraTordesillas in Kastilien-LeonZamora in Kastilien-LeonZamora in Kastilien-LeonZamora in Kastilien-LeonZamora in Kastilien-LeonZamora in Kastilien-LeonCambados in GalicienCambados in GalicienParador auf Gran CanariaParador auf Gran CanariaParador auf Gran CanariaParador auf Gran CanariaSegovia in Kastilien-LeonSegovia in Kastilien-Leon

Vom Meer her bläst ein frischer Wind über das galicische Provinzstädtchen Baiona im äußersten Nordwesten Spaniens. Der Weg zur Halbinsel Monte Real führt leicht nach oben. Wie ein Sternzack ragt das Felsplateau ins Meer hinein, auf dem in einem ehemaligen mittelalterlichen Fort ein Vier-Sterne-Hotel der staatlichen Paradores-Kette untergebracht ist. 20 Kilometer vom Flughafen Vigo entfernt ist dieser Parador der Auftakt zu einer Reise ins spanische Mittelalter.





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