Lebensprojekt auf allen fünf Kontinenten
Bislang 190 UNESCO-Welterbestätten im Visier



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Porto in Portugal

Porto in PortugalDas historische Tallinn in Estland. Der nordöstlichste Punkt des mächtigen Hansebundes war die alte Handelsstadt Reval, die heutige estnische Hauptstadt Tallinn. Reval hatte eine Schlüsselstellung für den Handel des Westens mit dem Russischen Reich und weiter Richtung Osten inne.Die Stadt Poreč ist neben Rovinj und dem urbanen Zentrum Pula die bedeutendste Küstenstadt an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien. Das wohl bedeutendste Bauwerk Porečs ist das Bischofsgebäude mit der Euphrasius-Basilika. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum; 1997 wurde sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Benannt ist die Basilika nach Bischof Euphrasius, der die Kirche unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus zwischen 543 und 554 errichten ließ. Die Basilika und der sie umgebende Komplex kirchlicher Bauten (Atrium, Bischofspalast, Kapitelsaal u. a.) liegen im Norden der kleinen Halbinsel, die von der Altstadt Porečs eingenommen wird.Trier wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager.

Die Römischen Baudenkmäler in Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke, Igeler Säule, Dom sowie die Liebfrauenkirche zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.Bathala in PortugalLa Réunion ist eine zu Frankreich gehörende Insel im Indischen Ozean, die politisch ein französisches Übersee-Departement bildet. Die Insel hat eine Fläche von 2512 Quadratkilometer. Sie ist in ihrem Umriss fast oval und hat einen Durchmesser von 50 bis 70 km - das entspricht ungefähr der Fläche des Saarlandes. Eine Vulkankette, deren höchste Gipfel der Piton des Neiges (3069 m) und der noch aktive Piton de la Fournaise (2631 m) sind und die durch Hot-Spot-Vulkanismus entstanden ist, verläuft quer über die ganze Insel. Im Inneren von La Réunion befinden sich außerdem drei Talkessel, die Cirques von Salazie, Cilaos und Mafate. Letzterer ist sehr abgelegen und nur zu Fuß oder per Hubschrauber zu erreichen.Alcobaca in PortugalSu Nuraxi ist der am besten erhaltene Groß-Nuraghe auf Sardinien und thront auf einer Anhöhe einen Kilometer außerhalb des kleinen Ortes Barumini in der Provinz Medio Campidano. Der Ort liegt am Nordrand einer Hügellandschaft die den Namen Marmilla (Brust) trägt, wegen der sie prägenden Kegelberge. Die Siedlung wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt; ihre Komplexität wurde erst 1949 nach tagelangen Regenfällen und Abrutschen eines Hügels erkannt. Der zentrale Nuraghe thront, 15 m hoch, auf einer kleinen Anhöhe der Marmilla, deren namengebender Kegelberg in Form einer weiblichen Brust vis-à-vis gelegen ist. Es handelt sich um einen zuerst errichteten Kernnuraghen, der später von einer Mauer mit vier Außentürmen umgeben worden ist. In zweiten äußeren Mauerringen befinden sich die Reste weiterer, ursprünglich neun, Turmbauten. Der gesamte äußere Bereich, ist von ca. 150 Fundamentresten ehemaliger meist runder Hütten, dem sogenannten Dorf umgeben, das außerhalb der Mauern der 5-türmigen Kernstruktur liegt, also ungeschützt war. Der zentrale Turm (Mastio) stammt etwa aus der Mitte des 2. Jahrtausend v. Chr. Er hat unten einen Durchmesser von 10 Meter und verjüngt sich bis zur dritten, nur noch rudimentär vorhandenen Etage auf 5 Meter. Die ältesten Teile der Siedlung stammen erst aus der Zeit um 1200 vor Christus., der größte Teil der Mauern ist ca. 200 bis 400 Jahre jünger. Su Nuraxi wurde gegen 600 vor Christus von den Puniern zerstört.Tomar in PortugalIlulissat-Eisfjord in Grönland: aufgrund seiner gewaltigen Ausmaße und seiner großen Bedeutung für die Gletscherforschung wurde der Ilulissat-Eisfjord 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Fjord und Gletscher haben dank ihrer guten Erreichbarkeit viel zur Erforschung des Aufbaus der grönländischen Eisschildes, des Klimawandels und verwandter geomorphologischer Prozesse beigetragen.Altstadt von Krakau in Polen: die Bedeutung Krakaus liegt darin, dass in der Stadt an der Weichsel die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen.
In der stürmischen tausendjährigen Geschichte des polnischen Staates war Krakau stiller Zeuge seines Anfangs, seiner Höhepunkte und seiner Untergänge. Schon im Jahre 1000 wurde hier ein Bisturm gegründet und 1038 wurde Krakau vom König Kasimir dem Erneuerer zur polnischen Hauptstaddt ernannt. Aus dieser Zeit stammen erste Bauten auf dem Wawalhügel. Über Jahrhunderte wurden in Krakau polnische Monarchen gekrönt und auch begraben. In Krakau wurde die älteste Universität Polens gegründet. Durch sie wurde die Stadt zum Wissenschafts- und Kulturzentrum Osteuropas.
In seiner Geschichte wurde Krakau mehrmals verwüstet und zertrümmert, u.a. von Tataren und Schweden. Jede Zerstörung der Stadt oder einzelner Teile war eine Gelegenheit architektonische Änderungen einzuführen. So stehen heute gotische Gebäude neben Barock- und Renaissancebauwerken.Weinregion Alto Douro in PortugalRegensburg (von lat. Castra Regina: Lager am Regen – nach dem ab 179 n. Chr. existierenden röm. Legionslager) ist eine kreisfreie Stadt in Ostbayern. Sie ist Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz und Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof zum UNESCO-Welterbe.Mittelalterliche Stadt von Rhodos in Griechenland: Rhodos war, nach dem Rückzug aus dem Heiligen Land, über 200 Jahre der östliche Vorposten der Christenheit. Der Kreuzritterorden der Johanniter hatte sich auf die Festung zurückgezogen und die Stadt zu einer beinahe uneinnehmbaren Festung ausgebaut. Dienen und Kämpfen lautete der Wahlspruch der Ritter. Unter dem Deckmantel eines päpstlich sanktionierten Kampfes gegen die so genannten "Ungläubigen" machten die Schiffe des Ordens das östliche Mittelmeer unsicher, verkauften deren moslemische Besatzungen in die Sklaverei und mehrten gleichzeitig den Reichtum des Stützpunktes.

Die Johanniter waren aber andererseits auch hingebungsvolle Krankenpfleger, hatten auf der Insel das bestorganisierte Hospitalwesen des Mittelalters aufgebaut. Mit diesem 'Dienst am Herrn' retteten sie Tausenden von Jerusalempilgern, die geschwächt und krank von den Strapazen aus dem Heiligen Land in Rhodos Zwischenstation machten, vor einem sicheren Tod. Genauso wurden aber auch Muslime und Juden gepflegt.Kulturlandschaft Sintra in Portugal. Der Nationalpalast in Sintra ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Er war acht Jahrhunderte lang die Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Besonders Manuel I. , "der Glückliche", hat dem Palast seinen Stempel aufgedrückt, als Anfang des 16. Jahrhunderts die Visionen seiner Vorgänger wahr wurden und Portugal eine Großmacht wurde. Die bahnbrechenden Entdeckungen des Seewegs nach Indien und die Entdeckung Brasiliens fielen in diese Zeit. Im 19. Jahrhundert, als das Weltreich zu bröckeln begann und Portugal langsam in die Bedeutungslosigkeit driftete, machte ein schwärmerischer König Sintra zu einer Pilgerstätte der europäischer Romantiker. Der Pena-Palast in den Bergen von Sintra ist das Werk von Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, dem späteren König Fernando II. Das bunte Märchenschloss mit seinem Park gehören zu den ersten romantischen Ensembles in Europa. Es vereint sämtliche Baustile, die jemals in Portugal wirksam waren. Pena ist das portugiesische Neuschwanstein.Ibiza in Spanien: Wer nach Ibiza reist, der sieht als erstes die mächtige Akropolis von Eivissa, der Inselhauptstadt. Die Festungsanlage ist die älteste und besterhaltene Europas. Mit Mauern bis zu 20 Metern Höhe und bis zu drei Metern Breite, im 16. Jahrhundert erbaut, gilt sie als stilbildend für das Verteidigungskonzept der Renaissance. Lange vor den Spaniern siedelte an gleicher Stelle schon ein anderes Volk: die Phönizier. Vor 2.600 Jahren gründeten sie auf Ibiza eine Handelsniederlassung. Erhalten ist davon noch ein kleines Außenlager, Sa Caleta und - die berühmten Salinen. Sie gelten als einzigartiges Beispiel phönizischer Wasserbaukunst, sind Weltnaturerbe, genauso wie die Seegraswiesen von Ibiza. Als archäologische Sensation gilt auch die Ausgrabung einer phönizischen Totenstadt: Puig des Molins, über 3.000 Gräber, die weltweit größte noch erhaltene Nekropole der Phönizier. Zahlreiche Grabfunde geben Aufschluß über Leben und Religion dieser untergegangenen Hochkultur.Altstadt von Salamanca in SpanienFundstätten fossiler Hominiden von Sterkfontein, Swartkrans und Kromdraai und ihre Umgebung in SüdafrikaVenedig, ItalienAltstadt von Lyon: das Renaissance-Viertel mit 300 Häusern im Stil der Spätgotik bis zur italienischen Renaissance und der Rue Saint-Jean als Hauptstraße - dort u. a. das Hôtel du Chamerrier, der Tour Rosse, das Hôtel de Gadagne und Maison Henri IV. - sowie die Kathedrale Saint-Jean, zudem das Viertel Fourvière mit dem Odeon und der Basilika Notre-Dame, das Viertel La Presqu'île und das Viertel Pentes de la Croix-Rousse, einstiges Viertel der Seidenwebereien.Carcassonne in Frankreich: Carcassonne, im Süden Frankreichs zwischen Montpellier und Toulouse gelegen, wurde im 6. Jahrhundert vor Chr. von iberischen Kelten gegründet. Die Römer machen den Hügel durch den Bau einer Schutzmauer zum Kastell. Im 5. Jahrhundert erobern Westgoten die Stadt, im 8. Jahrhundert die Araber, die Pippin der Kurze 759 vertreibt. Im 12. Jahrhundert baut Graf Trencavel an die höchste Stelle des Hügels auf Teile der römischen Stadtmauer ein Grafenschloss. Carcassonne wird ein zentrales Element im Verteidigungssystem an Frankreichs Grenze zu Aragon. Mitte des 13. Jahrhunderts wird die baufällig gewordene Mauer durch eine zweite äußere Stadtmauer geschützt.Traum aus Granit. Auch nachts sind die reich verzierten Türme der Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien/Spanien weithin zu sehen. Der prächtige barocke Sakralbau ist Ziel der Pilger auf dem Jakobsweg.Der Greater St. Lucia Wetland Park in Südafrika zeichnet sich durch ein Mosaik unterschiedlicher Landschaftsformen und Lebensräume aus, das eine außergewöhnliche Artenvielfalt hervorgebracht hat.Greenwich bei London: Einige Kilometer östlich von London, flussabwärts an der Themse, liegt Maritime Greenwich. Hier schlägt seit Jahrhunderten das Herz der britischen Marine. Von Maritime Greenwich aus eroberten Francis Drake, James Cook und Lord Nelson die Weltmeere zum Ruhm der englischen Krone. Und noch heute ist der kleine Ort ein Begriff für die Seefahrer aller Länder, durch Maritime Greenwich verläuft der Nullmeridian, der die Erdkugel in eine östliche und eine westliche Hälfte teilt. Herzstück der weitläufigen Anlage ist ein Observatorium das Sir Charles Wren, Architekt der Londonder St. Pauls Cathedral 1675 im Auftrag von König Charles I. entwarf. Durch genaue Kenntnis der Sterne versprach man sich damals eine Lösung des Längengradproblems. Die Kapitäne jener Zeit wussten bei ihren Fahrten nie, wo sie sich genau befanden. Gelöst wurde dieses Problem erst gut hundert Jahre später durch einen Tischlermeister. John Harrison ging von der Idee aus, man muss auf hoher See jederzeit wissen, wie spät es im Heimathafen ist. Aus der Differenz dieser Zeit und der Bordzeit kann man dann die Lage des Schiffes in Längengraden und Minuten berechnen. John Harrison baute die erste Uhr die unabhängig von Temperatur und Klimaschwankungen, Feuchtigkeit und Schiffsbewegungen auf hoher See die Zeit messen konnte.Die Kathedrale von Amiens, im Herzen der französischen Region Picardie, ist eine der größten "klassischen" gotischen Kathedralen des 13. Jahrhunderts. Die Geschlossenheit des Grundrisses, die Schönheit der dreischiffigen Basilika und die Anordnung der meisterhaften Skulpturen an der Hauptfassade und am Flügel des südlichen Querschiffes sind bemerkenswert.Teilweise erbaut im Jahr 1145 und wiederaufbaugebaut 26 Jahre nach einer Feuersbrunst im Jahr 1194, ist die Kathedrale von Chartres ein Zeugnis der französischen Gotik. Das riesige Mittelschiff im reinen Spitzbogenstil, die Portale mit den bewundernswerten Skulpturen aus der Mitte des 12. Jahrhundert, und seine funkelnden, bemerkenswert gut erhaltenen Buntglasfenster aus dem 12. und 13. Jahrhundert machen die Kathedrale zu einem Meisterwerk.Fontenay: Dieses vollständig erhaltene Kloster in Burgund, gegründet 1119 durch den Heiligen Bernhard, ist mit seiner Kirche, dem Kreuzgang, dem Refektorium, den Schlafquartieren, der Bäckerei und der Schlosserei, ein wunderbares Beispiel für die Ideale der Selbstversorgung in den frühen Gemeinschaften der Zisterziensermönche.Aachen in Deutschland: KarlsschreinDie Kathedrale von Canterbury in EnglandHistorischen Zentrum von Urbino in ItalienAvila: Gegründet im 11. Jahrhundert, um die spanischen Territorien gegen die Mauren zu schützen, hat die "Stadt der Heiligen und der Steine", ihre mittelalterliche Strenge bewahrt. Hier wurde die Heilige Theresa geboren und der Großinquisitor Torquemada liegt hier begraben. Die Reinheit der formalen Strenge kann man an der gotischen Kathedrale und den Befestigungsanlagen, mit den 82 halbrunden Türmen und den neun Toren erkennen. Sie sind die am besten und fast komplett erhaltensten Befestigungsanlagen in ganz Spanien.Schloss und Park von Sanssouci, oft als "preußisches Versailles" bezeichnet, sind eine Synthese der Kunstrichtungen des 18. Jahrhunderts in den Städten und Höfen Europas. Der Name "Sanssouci" (ohne Sorge) der Sommerresidenz Friedrichs II. von Preußen verrät den Wunsch Königs nach Intimität und Einfachheit. Das auf den Weinbergterrassen 1745 bis 1747 erbaute Schloss ist der älteste Teil der Potsdamer Kulturlandschaft: ein eingeschossiger Bau, bestehend aus einer zentralen Rotunde, dem Marmorsaal, und aus zwei Seitenflügeln mit je fünf Zimmern.Moschee als Kathedrale. Der "Wald der tausend Säulen" in der Mezquita Moschee. Ab 1236 wurde darin eine Kathedrale gebaut. Um die Jahrtausendwende lebten in Córdoba eine Million Menschen.Tor zum Labyrinth. Das Tor Bab Bou Jeloud in der Westmauer von Fes El Bali. Durch den mittleren Torbogen sind die Minarette der Medusa Bou Jnania und der Moschee Lazaz zu sehen. Hinter dem Blauen Tor liegt die verwinkelte Medina von Fes, eine orientalische Bilderbuch-Altstadt mit bunten Farben und fremden Gerüchen. 130 Moscheen sollen sich im Häusergewirr verbergen.Jerusalem, Tempelberg mit FelsendomGöreme in der Türkei: Tausende von Kegeln, Pilzen, Kaminen, Türmchen und steinernen Ornamenten, hinter jedem Felsvorsprung tauchen neue Formen auf. Der Canyon im türkischen Hochland ist eine märchenhafte Vulkanlandschaft, in der Wind, Wasser und Kälte die Baumeister waren. Unterschiedlich hartes Tuffgestein der verschiedenen Lawaströme vor mehreren Millionen Jahren ließen Hütchen und Dächer auf den weicheren Kegeln darunter zurück, die sich wunderbar aushöhlen ließen. Das nutzten die ersten Mönche und Nonnen Vorderasiens, die sich im vierten Jahrhundert unter der Anleitung von Bischof Basileios von Kayserei in die bizarren Formationen der Täler Kappadokiens zurückgezogen hatten. Eine unglaubliche Bautätigkeit begann, in das Tuffgestein hinein: Felsenklöster, Kirchen, Zellen, Kapellen über der Erde und ganze Städte unter der Erde von weltweit unvergleichlichem Ausmaß.
Die ersten Christengemeinschaften fanden in den Tälern bei Göreme andächtige Stille für ihr bescheidenes und autarkes Leben und Schutz vor den damals zahlreichen Feinden, seien es Perser, Römer oder Araber. Und sie verstanden, ihre Kirchen und Kapellen zu schmücken! Heute findet der Besucher in jedem Tal des Nationalparks von Göreme kostbare Schätze byzantinischer Kultur. Die nahezu vollständig erhaltenen oder restaurierten Ikonographien aus dem 7.-11. Jahrhundert können sich mit der Kunst der byzantinischen Zentren messen.Quasir Amra in JordanienPetra in Jordanien: Vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahre 106 unserer Zeitrechnung war Petra das Zentrum eines mächtigen Stammes im vorderen Orient, der Nabatäer.

"Fels" bedeutet der Name der Totenstadt Petra im Tal Moses in Jordanien. Als Johann Ludwig Burckhardt, verkleidet als Scheich Ibrahim, 1812 die ehemalige Kultstätte der Nabatäer entdeckte, hatte die Natur diesen Platz bereits zurückerobert. Die hohen Fassaden, Gesimse, Halbsäulen und Giebel, der aus dem Stein herausgehauenen Monumente waren mit dem Stein gealtert. Wind und Regen haben ihr übriges getan. Natur und Kultur waren eins geworden.Fenster auf die Erdgeschichte. US-Präsident Theodore Roosevelt proklamierte den Grand Canyon in Arizona schon 1908 zum Nationaldenkmal. Im Grand Canyon hat sich auf einer Fliessstrecke von 433 Kilometern der Colorado River bis zu 1600 Meter tief in eine Hochebene eingegraben.Zauberlandschaft. Ihr spektakuläres Panorama verdankt die Halong-Bucht im Golf von Tonkin in Nordvietnam den Kegel- und Turmformen der Kalkstein-Inselchen, die so steil sind, dass die meisten nicht bewohnt und unberührt sind.Das Mittagstor der Kaiserstadt Hue in Vietnam. Während der Tet-Offensive von 1968 tobten in der Verbotenen Stadt und in Hué die blutigsten Kämpfe des Vietnamkrieges.Musterbeispiel. Im Jahre 1135 wurde mit dem Bau der fünfschiffigen Kathedrale von Ferrara begonnen. Die Eingangsfassade des Gotteshauses ist beispielhaft für den italienischen Renaissance-Stil.Heiligtum der Aborigines Der nordaustralische Kakadu National Park ist halb so gross wie die Niederlande. Aborigines verehren die Leichhardts-Heuschrecke als Wasserbringer. Ihr Auftreten kündigt den Beginn der Regenzeit im feuchtheißen Northern Territory Australiens an.Grab- und Gottessteine. Das Hypogäum von Hal Saflieni auf Malta ist das bedeutsamste Zeugnis einer unterirdischen steinzeitlichen Kultstätte. Die Totenstadt auf mehreren Ebenen hat eine Ausdehnung von bis zu 35 mal 25 Metern.Der Löwenbrunnen: Das Brunnenhaus im Kloster Maulbronn in Deutschland mit seinem für den Zisterzienserorden typischen Dreischalenbrunnen wurde Ende des 13. Jahrhundert errichtet. 1878 wurde er nach römischen Vorbild umgebaut.Metropole des Minenbarocks. Die brasilianische Bergwerksstadt Ouro Preto liegt etwa 70 Kilometer südöstlich von Belo Horizonte. Sie ist Mittelpunkt der brasilianischen Barockarchitektur und seit 1982 Welterbe. Gegründet im späten 17. Jahrhundert, wurde Ouro Preto ("Schwarzes Gold") zu einem Brennpunkt des Goldrausches und Brasiliens "Goldenem Zeitalter" im 18. Jahrhundert. Mit der Erschöpfung der Goldminen im 19. Jahrhundert ging Ouro Pretos Einfluss zu Ende, aber viele Kirchen, Brücken und Brunnen bezeugen den vergangenen Wohlstand und das außergewöhnlichen Talents des Barockbildhauers Aleijadinho.Künstlerisches Zentrum im 10. und 11. Jahrhundert: Das von der UNESCO als schützenswert erachtete Kulturgut auf der Insel Reichenau im Bodensee umfasst im Wesentlichen die drei Kirchen St. Georg, St. Maria und Markus, St. Peter und Paul. Die Kirche St. Georg im sommerlichen Oberzell ist das erste dieser drei Gotteshäuser, nachdem man über eine aufgeschüttete Straße auf die Insel gelangt ist.Polen: Mittelalterliche Holzkirchen in der Region PodkarpakieStadt der 1000 Kirchen: Als erste Hauptstadt Brasiliens, von 1549 bis 1763 bezeugte Salvador de Bahia die Vermischung europäischer, afrikanischer und indianischer Kulturen. Außerdem war Salvador de Bahia der erste Sklavenmarkt in der Neuen Welt. 1558 kamen die ersten Sklaven um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Stadt hat es geschafft viele außerordentliche Beispiele der Renaissancearchitektur zu bewahren. Eine Besonderheit der Altstadt sind die leuchtend, vielfarbigen Häuser, die oft mit hochwertigen Stuckverzierungen dekoriert sind.Gut bewacht. Die Festungsanlage "El Morro" steht am Eingang der Bucht von Santiago de Cuba auf einem Berg. Von dort aus konnte der natürliche Hafen der kubanischen Stadt im Südosten der Karibikinsel kontrolliert werden.Granada in Spanien: Der Patio de los Leones (Löwenhof) in der Alhambra in Granada: In der Mitte des von 124 Säulen umgebenen Hofes (28 Meter lang und 16 Meter breit) steht der Löwenbrunnen, der von zwölf marmornen Löwen getragen wird. Einzigartig ist die Leichtigkeit und Kunstfertigkeit der Arkadenbögen des Löwenhofes. Im Löwenhof verspürt man vielleicht am deutlichsten den über der Alhambra schwebenden orientalischen Zauber.Romanische Kathedrale von Speyer in Deutschland.Wartburg bei Eisenach in Thüringen/DeutschlandMultikultureller Pragmatismus. Vom Museo Provincial schweift der Blick über die im Mudejar-Stil erbaute Kathedrale von Teruel in die Weite der Landschaft. Die auf einer 915 Meter hoch gelegene Provinzhauptstadt am Rió Turia wurde zu einem Hort der sogenannten Mudejar-Architektur.Sumpflandschaft. Die typische Landschaft der Everglades wird durch ein dichtes Geflecht aus zahllosen natürlichen Wasserwegen mit einer Tiefe von meist 0,3 bis zwei Metern sowie von Gezeitenbuchten und Seen durchzogen.Höhlen aus der Urzeit. Aus dem Vinales-Tal auf Kuba kommen die besten Havanna-Zigarren. Das Valle de Viñales in der Provinz Pinar del Río 188 Kilometer westlich von Havanna gelegen erstreckt sich zwischen den steil aufragenden Mogotes. Dieses fruchtbare Tal, das die besten Voraussetzungen für den Tabakanbau bietet. Anfang Dezember 1999 hat die UNESCO das Tal in ihre Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.Blick auf Vernazza. Ein Wanderweg mit phantasischen Ausblicken verbindet die fünf Cinque-Terre-Dörfer an der ligurischen Küste. Kein Zweifel, dass ein Sprung in das erfrischende Meer bei Vernazza im Sommer zu den schönsten Urlaubsfreuden gehört.Die befestigte Stadt Ait-Ben-Haddou in Marokko ist eines der beeindruckensten Wehrdörfer Südmarokkos nordwestlich von Quarzazate am Südrand des Hohen Atlas gelegen. Die verschachtelten Bauten aus rötlich-gelbem Stampflehm gehören seit 1987 zum Weltkulturerbe.Ankor VatDie Altstadt von Bamberg wurde 1993 wegen ihrer Modellhaftigkeit in die Welterbeliste aufgenommen. Sie repräsentiert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. Die historische Substanz der Bamberger Altstadt ist bis heute weitgehend original erhalten, über 1000 Häuser stehen unter Denkmalschutz.Steine der Giganten. Gigantja auf Gozo-Malta: Sieben Megalith-Tempel sind auf den Inseln Malta und Gozo zu finden, wovon jede das Ergebnis einer individuellen Entwicklung ist.Maya-Stätte Tikal in GuatemalaMaya-Ruinen und archäologischer Park QuiriguaLa Antigua in GuatemalaKaiserpalast in Hue in VietnamAlcazar in Segovia/Spanien: Märchenhaftes Schloss. Der Alcazar in Segovia war seit dem 12. Jahrhundert Sitz der kastilischen Herrscher. Heute beherbergt die Festung ein Waffenmuseum mit Waffen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.Das Tadsch Mahal in Indien ist eine riesige Grabmoschee aus weißem Marmor, die von Mogul Shah Jahan in Agra zwischen 1631 und 1648 zur Erinnerung an seine Lieblingsfrau, erbaut wurde. Sie ist das schönste Bauwerk moslemischer Kunst in Indien und wird allgemein als eines der bedeutendsten Meisterwerke des Weltkulturerbes bewundert.Franziskusgrab: Assisi in der italienschen Provinz Umbrien war Geburts- und Wirkungsstätte des Heiligen Franz. Mittelalterliche Kirchen wie die Basilika des Heiligen Franz und die Fresken von Cimabue, Simone Martini, Pietro Lorenzetti und Giotto haben Assisi zu einem Markstein europäischer  Architektur und Kunst gemacht.Mosaik im Grabmahl der Placidia in Ravenna/ItalienHauptaltar: Im Zentrum des Vatikans steht die Basilika St. Peter. Die Basilika, die über dem Grab des Apostel Petrus errichtet wurde, ist das größte religiöse Gebäude der Welt. Sie ist eine Symbiose des schöpferischen Genius von Bramante, Raphael, Michelangelo, Bernini und Maderna.Castel del Monte in Apulien/ItalienBrügge in BelgienBrüssel in BelgienTeide auf Teneriffa/SpanienSeiner strategisch günstigen Position verdankt Luxemburg, dass es - vom 16. Jahrhundert bis 1867 (als es neutral wurde) - eine der größten Festungen Europas war.Monreale auf SizilienNeuseelandAqädukt in SegoviaKloster Poblet in KatalonienPlaza Mayor in Salamanca in SpanienStrasbourg im ElsassWeimar. Im späten 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die kleine sächsische Stadt Weimar ein blühendes kulturelles Zentrum, das viele Dichter und Gelehrte anzog, darunter Goethe und Schiller. Viele Gebäude von hohem Wert und die Parkanlagen der Umgebung bezeugen diese kulturelle Blüte.Agrigento, SizilienGreat Barrier Riff, AustralienMarakesch, MarokkoChiloe, ChileGrube Messel bei Darmstadt in DeutschlandCambord-Loire, FrankreichTaj Mahal, IndienPrag, TschechienEdinburg, SchottlandSan Giminagno, ItalienVulcano, Italien-Sizilien. Die Klosteranlage von Monreale ist nur acht Kilometer von Palermo entfernt. Das Benediktinerkloster wurde 1174 von den Normannenherrschern gestiftet. Der 47 auf 47 Meter große Kreuzgang des Klosters ist mit seinen 228 Doppelsäulen ein Gesamtkunstwerk. Kein Säulenpaar gleicht dem anderen, jedes ist ein kleines Kunstwerk für sich. Die Säulenschäfte sind teils gerade, teils glatt, teils gewunden, geriffelt, mit Spiralen oder Wellenlinien dekoriert. Die Kapitelle tragen Skulpturen von Tieren, Pflanzen, Menschen, Kobolde, Genien, Drachen, Harpyien, Greife oder Ritterkämpfe. Selbstverständlich, dass Normannenkrieger als Skulpturen in den Kapitellen dieser Doppelsäulen vertreten sind.Costa Amalfitana, ItalienMont Saint Michel in der Normandie/FrankreichAjanta, IndienAjanta, IndienSan Giminagno, ItalienToledo, SpanienJakobsweg, SpanienHieronymus-Kloster in Belem bei Lissabon in Portugal. 1517 verordnete König Dom Manuel I. den Bau eines Klosters nahe des Tejoufers. Das weißstrahlende Hieronymitenkloster sollte zum sichtbaren Beweis der königlichen Macht und des unbeschreiblichen Reichtums Portugals werden.Kloster Guadelupe in Extremadura/Spanien

Nicolas van Ryk fotografiert das weltweite Kultur- und Naturerbe

Der in Deutschland lebende Fotograf Nicolas van Ryk hat sich seit 1995 ein wahrscheinlich lebenslanges Projekt vorgenommen. Er fotografiert weltweit die von der UNESCO in ihrer Welterbeliste aufgeführten Kultur- und Naturstätten. Bislang hat van Ryk 190 Stätten auf allen fünf Kontinenten fotografiert, darunter die Tempelanlage Angkor Vat in Kambodscha, den Grand Canyon in den USA oder den Mont Saint-Michel in Frankreich. Die von der in Paris ansässige UN-Kulturorganisation UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst derzeit insgesamt 911 Denkmäler in 151 Ländern. Davon sind 704 Kulturdenkmäler (K) und 180 Naturdenkmäler (N). Weitere 27 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. Deutschland ist jetzt mit insgesamt 33 Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste vertreten. Genug Möglichkeiten also für van Ryk, seine Liste fortzusetzen. „Pro Jahr kommen etwa zehn Stätten hinzu. Mehr ist gar nicht zu schaffen. Bis die Liste voll ist, werde ich wohl sehr alt geworden sein“, witzelt Fotograf van Ryk. So hat er im vergangenen Jahr „nur“ in Europa fotografiert. Das waren etwa die Trulli von Alberobello, Castel del Monte und die Barockstadt Lecce in Apulien, aber auch Matera in der italienschen Provinz Basilikata und die Renaissancestadt Urbino in den Marken. Aber auch die Altstadt von Ibiza, die Universitätstadt La Laguna auf Teneriffa oder -fast direkt vor der Haustüre- das ehemalige Benediktinerkloster Lorsch in Hessen. Die nächsten fest geplanten Stätten sind unter anderem neue Bilder der marokkanischen Königsstädte und die Wieskirche in Bayern.

Aber was verbindet die genannten Stätten etwa mit dem Tadsch Mahal in Indien, der Nabatäerstadt Petra in Jordanien mit dem Kakadu-Park in Australien? Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen liegt deshalb nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. Dies ist das Ziel des internationalen "Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt", das die UNESCO 1972 beschlossen hat. 182 Staaten haben die Konvention inzwischen unterzeichnet. Mit der Benennung von Kultur- und Naturstätten für die Welterbeliste der UNESCO verpflichten sich die betreffenden Staaten zu fortdauernden Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich dazu, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Schutz dieser Stätten des Menschheitserbes beizutragen. Über die Aufnahme von Stätten in die Liste des Welterbes entscheidet das UNESCO-Welterbekomitee, das prüft, ob die von den Unterzeichnerstaaten vorgeschlagenen Stätten die in der Konvention festgelegten Kriterien erfüllen. Hierzu zählen das Kriterium der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität", also der historischen Echtheit einer Kulturstätte, oder der "Integrität" eines Naturdenkmals. Außerdem muss ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegen. Die internationalen Fachverbände für Denkmal und Naturschutz, ICOMOS und IUCN abgekürzt genannt, beraten das Komitee.

So hat dieses Komitee damit gedroht, den Kölner Dom wieder von der Welterbeliste zu nehmen, weil die Stadt Köln am gegenüberliegenden Rheinufer eine Hochhausbebauung plant, die das einzigartige Stadtbild beeinträchtige. Die Listung stellt einerseits einen „Adelsschlag“ dar, mit dem Touristen angelockt werden können, andererseits hilft die Liste nicht immer vor Zerstörung. So hatten vor einigen Jahren die in Afghanistan inzwischen gestürzten Taliban-Herrscher die buddhistische Tempelstätte Bamyan aus religiösem Fanatismus heraus zerstört. „Der Schaden ist unwiderbringlich, aber dennoch bleiben die Ruinen und die Erinnerung an diesen Kunstschatz erhalten“, sagt Fotograf van Ryk. Auf seinen Reisen zu den Welterbestätten hat der Journalist und Fotograf auch sonst so einiges Interessantes oder Skuriles um die UNESCO-Stätten erlebt. So ist er einer der ganz wenigen Fotografen, die das unterirdische Hypogäum auf Malta ablichten durften. „Aber erst nach einer telefonischen Intervention des Tourismusministers hat das Wachpersonal mich durchgelassen.“ Für die Bilder aus dem Grand Canyon hat van Ryk solange im Schneetreiben auf das richtige Licht gewartet, dass ihm fast die Finger beim Fotogrfieren abgefroren sind. Im St. Lucia-Feuchtgebiet in Südafrika lauerten überall gefährliche Tiere wie Haie, Seeschlagen oder Krokodile und im Kakadu-Park in Australien waren die massenhaften Fliegen in der schwülen Hitze eine Plage. Makaber waren die Arbeiten in Salvador de Bahia in Brasilien: zwischen Ober- und Unterstadt gibt es einen 60-70 Meter hohen Aufzug. Während des Fotografierens war ein lauter Schrei von dort zu hören und anschließend ein Menschenauflauf zu sehen. Ein Mann sprang vom Dach des Aufzuges in die Tiefe und hatte sich damit das Leben genommen. „Zuhause bemerkte ich, dass ich diesen Menschen auf einem meiner Bilder unmittelbar vor dem Sprung festgehalten habe. Das ist wohl das letzte Bild von diesem Trauigen in seinem Leben.“ Aber meistens ist es für van Ryk einfach schön, all die interessanten Stätten sehen und fotografieren zu können. Und etwa eine Übernachtung im zum Welterbe gehörenden über 500 Jahre alten Parador-Hotel in Santiago de Compostela ist für den Fotografen „nun wirklich keine Bestrafung oder Bürde im Berufleben.“

Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst derzeit insgesamt 830 Denkmäler in 138 Ländern. Davon sind 644 Kulturdenkmäler (K) und 162 Naturdenkmäler (N). Weitere 24 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. Welterbestätten, die grenzüberschreitend sind, sind besonders gekennzeichnet (GÜ). Außerdem ist in den Klammern das Jahr der Aufnahme in die Welterbeliste angegeben.
Zu den im Folgenden genannten 190 Welterbestätten können Fotos und Texte bestellt werden.


Australien
Großes Barriere-Riff (N/1981)
Nationalpark Kakadu (K/N/1981; 1987 und 1992 erweitert)
Oper von Sydney (K/2007)

Belgien
Flämische Beginenhöfe (K/1998)
Der Große Platz (Grote Markt / Grand' Place) in Brüssel (K/1998)
Belfriede (mittelalterliche Glockentürme) in Flandern und Wallonien (K/GÜ/1999; 2005 erweitert)
Altstadt von Brügge (K/2000)
Jugendstilbauten von Victor Horta in Brüssel (K/2000)

Brasilien
Altstadt von Ouro Preto (K/1980)
Historisches Zentrum von Salvador de Bahia (K/1985)

Chile
Holzkirchen von Chiloé (K/2000)
Historisches Viertel der Hafenstadt Valparaíso (K/2003)

Dänemark
Ilulissat-Eisfjord (Grönland) (N/2004)

Deutschland
Speyerer Dom (K/1981)
Würzburger Residenz und Hofgarten (K/1981)
Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (K/1990; 1992 und 1999 erweitert)
Kloster Lorsch (K/1991)
Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft (K/1992; 2010 erweitert)
Altstadt von Bamberg (K/1993)
Klosteranlage Maulbronn (K/1993)
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg (K/1994)
Völklinger Hütte (K/1994)
Kölner Dom (K/1996)
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (K/1996)
Klassisches Weimar (K/1998)
Wartburg (K/1999)
Museumsinsel Berlin (K/1999)
Klosterinsel Reichenau (K/2000)
Gartenreich Dessau-Wörlitz (K/2000)
Aachener Dom (K/1978)
Grube Messel (N/1995)
Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof (K/2006)
Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier (K/1986)

Estland
Altstadt von Tallinn (Reval) (K/1997)

Frankreich
Kathedrale von Chartres (K/1979)
Mont St. Michel und seine Bucht (K/1979)
Schloss und Park von Versailles (K/1979)
Abteikirche und Stadthügel von Vézelay (K/1979)
Kathedrale von Amiens (K/1981)
ehem. Zisterzienserabtei Fontenay (K/1981)
Schloss und Park von Fontainebleau (K/1981)
Römische und romanische Denkmäler von Arles (K/1981)
Amphitheater und Triumphbogen von Orange (K/1981)
Place Stanislas, Place de la Carrière und Place d'Alliance in Nancy (K/1983)
Römischer Aquädukt Pont du Gard (K/1985)
Straßburg, Grand Ile (historisches Zentrum) (K/1988)
Seineufer in Paris zwischen Pont de Sully und Pont d'Iéna (K/1991)
Reims: Kathedrale Notre-Dame, Palais du Tau und Kloster Saint Remi (K/1991)
Kathedrale von Bourges (K/1992)
Papstpalast mit umliegendem historischen Ensemble in Avignon (K/1995)
Loiretal zwischen Maine und Sully-sur-Loire (K/2000)*
* Das Schloss Chambord (K/1981) ist Teil dieser Welterbestätte
Mittelalterliche Handelsstadt Provins (K/2001)
Belfriede (mittelalterliche Glockentürme) in den historischen Regionen Flandern, Artois, Hainaut und Picardie (grenzüberschreitende Erweiterung der Belfriede von Belgien) (K/GÜ/2005)
Historische Stätten in Lyon (K/1998)
Vulkanlandschaft auf La Réunion (N/2010)

Griechenland
Delphi (Apollonheiligtum) (K/1987)
Akropolis von Athen (K/1987)
Meteora-Klöster (K/N/1988)
Antike Stadt Epidauros (K/1988)
Ruinen von Olympia (K/1989)
Mystras (K/1989)
Altstadt (Chorá) mit dem Kloster des Hl. Johannes und der Höhle der Apokalypse auf der Insel Patmos (K/1999)
Rhodos, mittelalterliche Stadt (K/1988)

Großbritannien
Stonehenge, Avebury und zugehörige Denkmäler der Megalith-Kultur (K/1986)
Schloss Blenheim (K/1987)
Stadt Bath (K/1987)
Westminster (Palast und Abtei) und Margaretenkirche in London (K/1987)
Tower von London (K/1988)
Kathedrale, ehemalige Abtei St. Augustin und St. Martins-Kirche in Canterbury (K/1988)
Edinburgh (K/1995)
Queen's House, Park und Marineschule von Greenwich (K/1997)
Königliche Botanische Gärten von Kew (London) (K/2003)

Guatemala
Antigua Guatemala (K/1979)
Nationalpark Tikal (K/N/1979)
Maya-Ruinen und archäologischer Park Quirigua (K/1981)

Indien
Felsentempel von Ajanta (K/1983)
Höhlentempel Ellora (K/1983)
Agra, Rotes Fort (K/1983)
Agra, Tadsch Mahal (K/1983)
Kirchen und Klöster von Goa (K/1986)
Moghulstadt Fatehpur Sikri (K/1986)
Höhlen von Elephanta (K/1987)
Kutub Minar mit seinen Moscheen und Grabbauten in Delhi (K/1993)

Israel
Archäologische Stätte Masada (K/2001)
Die "Weiße Stadt" von Tel Aviv (K/2003)
Weihrauchstraße und Wüstenstädte im Negev (K/2005)
Altstadt von Akko (K/2001)

Italien
Historisches Zentrum von Rom (K/GÜ/1980; 1990 erweitert)
Historisches Zentrum von Florenz (K/1982)
Venedig und seine Lagune (K/1987)
Domplatz von Pisa (K/1987)
Historisches Zentrum von San Gimignano (K/1990)
Höhlenwohnungen Sassi di Matera (K/1993)
Historisches Zentrum von Siena (K/1995)
Historisches Zentrum von Neapel (K/1995)
Ferrara: Stadt der Renaissance (K/1995; 1999 erweitert)
Castel del Monte (K/1996)
"Trulli" (Rundbauten) von Alberobello (K/1996)
Frühchristliche Baudenkmäler und Mosaike von Ravenna (K/1996)
Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena (K/1997)
Kulturlandschaft Portovenere und Cinque Terre (K/1997)
Kulturlandschaft Küste von Amalfi (K/1997)
Archäologische Stätten von Agrigent (K/1997)
Historisches Zentrum von Urbino (K/1998)
Äolische Inseln (N/2000)
Assisi, Basilika und Gedenkstätten des Hl. Franziskus (K/2000)
Altstadt von Verona (K/2000)
Spätbarocke Städte des Val di Noto (Sizilien) (K/2002)
Syrakus und Felskammergräber von Pantalica (K/2005)
Le Strade Nuove und Palazzi dei Rolli in Genua (K/2006)
Nuraghe (bronzezeitliche Turmbauten) von Barumini (Sardinien) (K/1997)

Jordanien
Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem (K/1981) (auf Vorschlag von Jordanien)
Felsnekropole und Ruinen von Petra (K/1985)
Wüstenschloss Q'useir Amra (K/1985)
Schutzgebiet Wadi Rum (K/N/2011)

Kambodscha
Ruinen von Angkor (K/1992)

Kroatien
Altstadt von Dubrovnik (K/1979; 1994 erweitert)
Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split (K/1979)
Nationalpark Plitvicer Seen (N/1979; 2000 erweitert)
Historische Stadt Trogir (K/1997)
Kathedrale des Heiligen Jakob in Sibenik (K/2000)
Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec (K/1997)

Kuba
Altstadt und Festungsanlagen von Havanna (K/1982)
Stadt Trinidad und Zuckerfabriken im Valle de los Ingenios (K/1988)
Burg San Pedro de la Roca in Santiago de Cuba (K/1997)
Kulturlandschaft Viñales-Tal (K/1999)
Archäologische Landschaft der ersten Kaffeeplantagen im Südosten Kubas (K/2000)
Historisches Stadtzentrum von Cienfuegos (K/2005)

Luxemburg
Altstadtviertel und Festungen von Luxemburg (K/1994)

Malta
Stadt Valletta (K/1980)
Tempel von Gigantija (K/1980; 1992 erweitert)
Hypogäum (unterirdischer Kultraum) von Hal Saflieni (K/1980)

Marokko
Medina von Fes (K/1981)
Medina von Marrakesch (K/1985)
Befestigte Stadt Aït-Ben-Haddou (K/1987)
Medina von Meknès (K/1996)
Ausgrabungsstätte Volubilis (K/1997)

Neuseeland
Naturschutzgebiet Te Wahipounamu mit Nationalparks Westland / Mount Cook und Fjordland (N/1990)

Niederlande
Festungsgürtel von Amsterdam (K/1996)

Polen
Altstadt von Krakau (K/1978)
Holzkirchen im Süden von Kleinpolen (K/2003)

Portugal
Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon (K/1983)
Historisches Zentrum von Evora (K/1986)
Historisches Zentrum von Porto (K/1996)
Historisches Zentrum von Guimarães (K/2001)
Kulturlandschaft Sintra (K/1995)
Weinregion Alto Douro (K/2001)
Weinbaukultur der Insel Pico (K/2004)
Lorbeerwald "Laurisilva" von Madeira (N/1999)
Stadtzentrum von Angra do Heroísmo auf der Azoren-Insel Terceira (K/1983)
Kloster Batalha (K/1983)
Christuskloster in Tomar (K/1983)
Kloster Alcobaca (K/1989)

San Marino
Historisches Zentrum von San Marino und Monte Titano (K/2008)

Schweiz
Benediktinerkloster St. Gallen (K/1983)
Die drei Burgen von Bellinzona (K/2000)

Spanien
Moschee-Kathedrale und Altstadt von Córdoba (K/1984; 1994 erweitert)
Altstadt von Granada, Alhambra und Generalife-Palast (K/1984; 1994 erweitert)
Kathedrale von Burgos (K/1984)
Escorial in Madrid (Kloster mit Umgebung) (K/1984)
Altstadt von Segovia mit Aquädukt (K/1985)
Denkmäler von Oviedo und des Königreiches Asturien (K/1985; 1998 erweitert)
Altstadt von Santiago de Compostela (K/1985)
Altstadt von Avila und Kirchen außerhalb der Stadtmauer (K/1985)
Altstadt von Toledo (K/1986)
Nationalpark Garajonay (Kanaren, Insel Gomera) (N/1986)
Altstadt von Cáceres (K/1986)
Kathedrale, Alcazar und Archivo de Indias in Sevilla (K/1987)
Altstadt von Salamanca (K/1988)
Ehemalige Zisterzienserabtei Poblet (K/1991)
Bauten der Römerzeit und des frühen Mittelalters in Merida (K/1993)
Königliches Kloster Santa Maria de Guadeloupe (K/1993)
Pilgerweg nach Santiago de Compostela (K/1993)
Altstadt von Cuenca (K/1996)
Seidenbörse "La Lonja de la Seda" in Valencia (K/1996)
Palast der Katalanischen Musik und Hospital von Sant Pau in Barcelona (K/1997)
Universität und historisches Zentrum von Alcalá de Henares (K/1998)
San Cristóbal de la Laguna (Insel Teneriffa) (K/1999)
Ibiza: Biologische Vielfalt und Kultur (K/N/1999)
Spätrömische Befestigungsanlagen von Lugo (K/2000)
Kulturlandschaft von Aranjuez (K/2001)
Ubeda und Baeza (K/2003)
Nationalpark Teide (Teneriffa) (N/2007)
Torre de Hércules (Herkulesturm) (K/2009)

Südafrika
Robben Island (K/1999)
Fundstätten fossiler Hominiden von Sterkfontein, Swartkrans und Kromdraai und ihre Umgebung (K/1999; 2005 erweitert)
Feuchtgebiet Greater St. Lucia Wetland Park (N/1999)
Naturpark Drakensberg (Qathlamba) (K/N/2000)
Schutzregion Cape Floral (N/2004)
Vredefort Dome (N/2005)

Tschechische Republik
Historisches Zentrum von Prag (K/1992)

Türkei
Nationalpark Göreme und Felsendenkmäler von Kappadokien (K/N/1985)

Ungarn
Burgviertel Buda und Uferzone der Donau in Budapest (K/1987; 2002 erweitert)

Vatikanstadt
Stätten des Heiligen Stuhls in Rom und Basilika St. Paul "vor den Mauern" (K/GÜ/1980; 1990 erweitert)
Vatikanstadt (K/1984)

Vereinigte Staaten von Amerika
Nationalpark Everglades (N/1979)
Nationalpark Grand Canyon (N/1979)
Nationalpark Yosemite (N/1984)

Vietnam
Kaiserstadt Huë (K/1993)
Bucht von Ha-Long (N/1994, 2000 erweitert)
Historische Altstadt von Hoi An (K/1999)





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